Verkehrslösungen ohne Verlierer

Wofür steht der Verein Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung/B26n e.V.?
Gemäß Satzung setzt sich der Verein u.a. zum Schutz von Menschen, Umwelt, Klima und Landschaft und für eine ökologisch orientierte Verkehrspolitik in der Region Mainfranken ein. Der Verein wendet sich damit nicht grundsätzlich gegen Straßenbau zur Entlastung von Ortsdurchfahrten.

Warum lehnt der Verein die durchgehende B26n auch mit 2-/3-streifigen Querschnitt ab?
Die durchgehende B26n erfüllt keine der vorgegebenen Zielsetzungen und wäre deshalb eine Fehlinvestition und sinnlose Naturzerstörung.
0-8% Entlastung für Würzburg wären nicht spürbar. Eine Gefährdung der Zeller Quellen durch Unfälle trotzdem die Folge.
Eine zusätzliche Verbindung zwischen A7 und A3 ist überflüssig. Der sechsspurige Ausbau von A3 und A7 reicht aus. Er bewirkt eine Bündelung des Verkehrs auf der A7 und damit auch eine Verkehrsentlastung im Werntal. Beim Ausbau errichtete Lärmschutzmaßnahmen und ein LKW-Durchfahrverbot auf der B19 würden die Anwohner an der A7 und der B19 entlasten.
Der Zubringer Lohr ist überflüssig. Die Strecke über Wiesenfeld und Steinbach ist die wesentlich kürzere Verbindung zwischen Karlstadt und Lohr. Lohr ist über die Staatsstraße 2315 (Rodenbach, Hafenlohr) bereits gut an die A3 angebunden.

Lehnt der Verein eine Verkehrsentlastung im Werntal ab?
Der Verein lehnt eine Verkehrsentlastung im Werntal nicht ab. Ganz im Gegenteil: der Verein kämpft seit Jahren für eine wirksame Verkehrsentlastung im Werntal. Leider wurden und werden die vorgeschlagenen Lösungen durch den "Heilsbringer" B26n verhindert, der laut Befürwortern alle Probleme lösen soll.
Der alleinige Bau des nördlichen Abschnitts der B26n würde das Werntal punktuell entlasten. Aber ohne Gesamtkonzept würde der Bau des nördlichen Abschnitts lediglich Verkehr verlagern, weg von der A7 und der A3, hin auf das untergeordnete Straßennetz. Der Verein lehnt deshalb den alleinigen Bau des nördlichen Abschnitts ab. Darüber hinaus führt die B26n aufgrund von Zubringerstrecken selbst im Werntal an einigen Stellen zu Belastungen, anstatt zu Entlastungen, z.B. Heugrumbach in Richtung Büchold, in Schönarts, in Stetten aus Richtung Schönarts, etc.

Welche Lösungen unterstützt der Verein?
Der Verein unterstützt weiterhin eine Verkehrsentlastung im Werntal durch sechsspurigen Ausbau der A7, ein LKW-Nachtfahrverbot auf der B26 und ortsnahe Umfahrungen wie z.B. Heugrumbach, die eine wirklich Entlastung bringen, ohne die negativen Folgen einer B26n.
Er unterstützt Verkehrslösungen zwischen Karlstadt und Lohr bis zur A3, wenn dabei Mehrbelastungen durch Maßnahmen, wie z.B. ortsnahe Umfahrungen, vermieden werden. Diese Maßnahmen dürfen allerdings nicht erst Jahre oder Jahrzehnte nach Fertigstellung einer Entlastung im Werntal diskutiert werden, sondern müssen zeitgleich realisiert werden.
Ortsnahe Umfahrungen auf der Strecke Thüngen, Billingshausen, Birkenfeld zur A3 werden ebenfalls unterstützt.
Darüber hinaus unterstützen wir eine gemeinsame Erarbeitung des Gesamtkonzeptes in einem transparenten Verfahren mit Bürgerbeteiligung. Fakten schaffen über die Köpfe der Bevölkerung hinweg unterstützen wir nicht.