Zorn zur B26 Ortsumfahrung Gemünden

Zorn sieht Aufnahme der B26-Ortsumfahrung Gemünden in den vordringlichen Bedarf positiv
Bundestagsbeschluss zum Bundesverkehrswegeplan 2030
Der damalige Vorsitzende des Vereins Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg/B 26n e.V., Matthias Zorn, sieht die Aufnahme der B26-Ortsumgehung Gemünden in den vordringlichen Bedarf positiv. „Wir sehen das als Teil einer echten Alternative zur B26n. Von uns wurde immer ein Lösung entlang der bisherigen B26 forciert.“

Allerdings seien durch die Verabschiedung des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) am Freitag im Bundestag die schlimmsten Befürchtungen bezüglich der B26n bestätigt. Die Betonfraktionen von CDU/CSU und SPD hätten trotz der großen Umweltbetroffenheit und des Vetos des Umweltbundesamtes eine Neubaumaßnahme befürwortet, die in ihrer Gesamtheit unverantwortlich sei. Zorn: „Es ist völlig klar, dass die B 26n als Fernziel nach 2030 in jedem Fall von der A7/Anschluss Werneck über Karlstadt bis zur A 3 zwischen Kist und Helmstadt durch gebaut werden soll.“ Die Aufnahme des Zubringers als Verlängerung der B 276 aus Lohr zur B 26n sei der klare Beweis: „Die Planer und Befürworter der B 26n halten damit an einer Verbindung der A 7 und A 3 fest. Die Aufnahme des Abschnittes A7/Anschluss Werneck bis Karlstadt in den vordringlichen Bedarf und von Karlstadt zur A 3 zwischen Kist und Helmstadt in den weiteren Bedarf ist nichts anderes als eine Salamitaktik. All die Befürworter der B 26n, die glaubten mit eigenen Planungen die die B26n zu verändern und „verträglicher“ gestalten zu können, sollten nun wissen, dass Ihre Aktivitäten letztlich nur Augenwischereien waren,“ betont Zorn. Die B 26n endet erst einmal für Jahre oder gar Jahrzehnte in Karlstadt. Ein Weiterbau werde frühestens nach 2030 kommen und es werden sich damit bis zu 15.000 Fahrzeuge täglich durch Karlstadt und die Region zwischen Karlstadt und der A 3 ergießen. Für diesen Verkehr gebe es jedoch keine sinnvolle Weiterführung.

"Es wird deutlich, dass wir mit der B26n mehr Verkehr in die Region holen anstatt für eine Entlastung zu sorgen. Auch die Tatsache, dass Alternativen nicht geprüft wurden,wie europarechtlich vorgeschrieben, ist ein Skandal und wird noch ein juristisches Nachspiel haben", so Martin Heilig, damaliger stellvertretende Vorsitzender des Vereins.

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