Verein überreichte Stellungnahme in Gemünden

Im Rahmen der unterfränkischen Verkehrskonferenz der SPD am Montag in Gemünden überreichte der Vorsitzende des Vereins Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg/B 26n e.V., Matthias Zorn (Hettstadt), dem Vorsitzenden des Bundestagsverkehrsausschusses MdB Martin Burkert, eine Stellungnahme.

Dass die neu gelistete 2-3-spurige Variante nun ein Kompromiss sei, der die Spaltung der Region überwinde, sieht Zorn überhaupt nicht. Die fachliche Bewertung des Projekts B 26n zeigt deutlich die Bedenken und Defizite, insbesondere bei den Umweltauswirkungen ist die B 26n als hoch bedenklich eingestuft worden. Für die 2-3-spurige Variante gebe es noch gar keine genauen Verkehrsuntersuchungen und auch sonst keinerlei zugängliche, belastbare Daten im Vergleich zur ursprünglichen autobahnähnlichen Planung. Die Auswirkungen auf die Region seien völlig unklar.

Insbesondere sei bei einem Ende der B 26n in Karlstadt mit erheblichen Belastungen auf das untergeordnete Straßennetz zu rechnen. Lösungsansätze dazu seien weder im Bundesverkehrswegeplan noch im Staatsstraßenausbauplan zu finden. Niemand könne zukünftig ausschließen, dass die B 26n durchgängig von der A 7 bis zur A 3 gebaut werde. Genauso wenig könne man ausschließen, dass in ferner Zukunft an Ende doch eine Autobahn durch die Landkreise Main-Spessart und Würzburg gehe. „Zu viele ungewisse Daten, zu wenige klare Aussagen und kein wirkliches Ziel. Das Vorgehen ist intransparent und gleicht einer Salamitaktik. Wir lehnen nach wie vor jegliche Verbindung zwischen A 7 und A 3 im Sinne einer B 26n ab.“

Pressesprecher und Schriftführer; Bernd Rützel, MdB; Martin Burkert, MdB, Vorsitzender des Bundestagsverkehrsausschusses
Gefährlich sei auch die lange Liste der Projekte im vordringlichen Bedarf, da innerhalb dieser Listung keine klare Prioritätensetzung besteht, Projekte also nach politischem Belieben ohne weiteres Qualifizierungsverfahren vorgezogen werden, aber auch auf Halde bleiben können. Der neue Bundesverkehrswegeplan sei so gesehen kein wirklicher Plan, sondern mit der Liste des vordringlichen Bedarfs habe man einen Topf, aus dem man sich nach politischer Willkür bedienen kann. Zorn: „Für die Bürgerinitiative bedeutet dies alles, weiterhin höchst wachsam und stets bereit zu sein. Wir werden den politischen Widerstand in vollem Umfang mobilisieren.“

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