Ortstermin und Jahreshauptversammlung mit Fachvortrag der Autobahngegner in Karlstadt

Kompletter elfköpfiger Vorstand im Amt bestätigt
Die Vorstandsmitglieder Günter Krönert (Duttenbrunn), Sonja Stahl (Steinfeld), Erwin Scheiner (Karlstadt), Gerhard Kraft (Laudenbach) und Armin Beck (Karlstadt) des Vereins Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg/B 26n e.V. suchten gemeinsam mit Professor Matthias Gather vom Institut für Verkehr und Raum an der Fachhochschule Erfurt einen neuralgischen Punkt der möglichen Trasse für die B 26n am Karlstadter Kalvarienberg auf (siehe Foto).

Von dort war der Blick auf die geplante Mainquerung möglich. Die große Talbrücke soll den Main zwischen Laudenbach und Himmelstadt (auf Foto im Hintergrund) in einer Höhe von zirka 40 Metern überspannen und mit Rampenbauwerken bis zu 900 Meter lang werden. Von Stetten her soll der Verkehr aus einem Tunnel kommend, mit etwa 40.000 Fahrzeugen am Tag den Main überfahren. Der eindeutige Standpunkt der Autobahngegner dazu: „Der Verein lehnt jede Planung die eine Verbindung der beiden Autobahnen A 7 und A 3 zum Ziel hat, ganz entschieden ab.

Nur wenn diese ursprüngliche Planung aufgegeben wird, ist es möglich konstruktiv an Verkehrslösungen für die Landkreise Main-Spessart und Würzburg zu arbeiten. Ausschließlich eine wie auch immer geartete Lösung ohne Verbindung A 3 - A 7 kann ein wirklicher Kompromissvorschlag werden. Die Entlastung der Menschen im Werntal ann nicht durch die Belastung von Menschen in anderen Gemeinden erkauft werden. Es wird nicht bestritten, dass es für das Werntal Lösungen geben muss.

Prof. Gather: Die B 26n ist ein seltsames Gebilde
Verkehrswissenschaftler Prof. Gather sprach anschließend in der Laudenbacher Mehrzweckhalle über die Raumwirksamkeit von Straßenneubauten. In seinem Vortrag legte er dar, dass sich wissenschaftlich keine Zusammenhänge von Autobahnneubauten und dem Anstieg der Bevölkerung oder von Arbeitsplätzen in ländlich geprägten Regionen nachweisen lassen. Unter anderem anhand der A 71 in Thüringen konnte dagegen gezeigt werden, dass starke Zentren davon profitieren können, aber schwache Regionen noch weiter in deren Sog geraten.

Er stellte mehrfach die verkehrliche Sinnhaftigkeit der B 26n in der geplanten Form in Frage. „Die B 26n ist ein seltsames Gebilde.“ Die etwa 140 Zuhörer fragten den Fachmann nach Details zu seinen Untersuchungen und erhielten kompetent Auskunft. Die Präsentation und weitere Informationen sind zu finden auf: www.msp-autobahn.de

Jahreshauptversammlung bestätigt Vorstand einstimmig im Amt
In der folgenden Jahreshauptversammlung wurden Matthias Zorn (Hettstadt) als erster Vorsitzender, sowie Günter Krönert (Duttenbrunn), Armin Beck (Karlstadt) und Martin Heilig (Würzburg) einstimmig als stellvertretende Vorsitzende im Amt bestätigt. Kassierer Uwe Rexter (Büchold) und Schriftführer Gerhard Kraft (Laudenbach) erhielten ebenfalls einstimmig das Votum der Mitglieder. Als Beisitzer fungieren Barbara Meyer (Billingshausen), Sonja Stahl (Steinfeld), Bernhard von der Goltz (Veitshöchheim), Erwin Scheiner (Karlstadt) und Wolfgang Rupp (Zellingen).

Jahreshauptversammlung der Bürger und Kommunen gegen die B26n. Foto: Josef Schmid
Der Verein plant in diesem Jahr eine Fahrt ins Bundesverkehrsministerium nach Berlin und will alle Mitglieder des Bundestagsverkehrsausschusses mit der Bitte die B 26n aus dem zukünftigen Bundesverkehrswegeplan heraus zu nehmen, anschreiben. Die Protestplakate und -Schilder werden sukzessive erneuert. Aktionen wie Infostände, Wanderungen und Kulturveranstaltungen sind für die zweite Jahreshälfte vorgesehen.

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