Matthias Zorn zu MdB Hoffmann

Matthias Zorn zu MdB Hoffmann

Matthias Zorn zu MdB Hoffmann
Verein Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg/B26n e.V. sieht kein Entgegenkommen
Zorn: „Leider ist Herr MdB Hoffmann nicht im Bilde, was die Umweltbewertung der aktuellen Planung betrifft. Die B 26n ist nach wie vor mit der höchsten Umweltbelastung eingestuft und keineswegs als umweltverträgliche Variante. Das Umweltbundesamt hat deswegen die B 26n schon im April auf eine Liste der zu streichenden Projekte gesetzt. Die im Bundesverkehrswegeplan bzw. dem Ausbaugesetz dazu befindliche Variante der B 26n in zwei Bauabschnitten und mit Zubringer B 276 kommt den Vorstellungen des Vereins Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg/B26n e.V. in keiner Weise entgegen. Damit wird nur dokumentiert, dass der Bund nach wie vor und in jedem Fall eine durchgängige Verbindung von der A7 bis zur A3 bauen will.

Matthias Zorn - 1. Vorsitzender des Vereins
Und das auf einem raumgeordneten Korridor. Damit ist weiterhin und jederzeit auch eine Autobahn oder autobahnähnliche Straße auf dieser untersuchten Trasse möglich, sollte das Verkehrsaufkommen die zweispurige B26n einmal überlasten.“ Genau deshalb sei der Verein entschieden gegen diese scheinbare Kompromiss-Variante. Zorn ist sich sicher, dass erst der Widerstand zu dieser jetzt vorläufig abgespeckten Variante geführt habe. Die Absenkung des Bedarfs von etwa 36000 Kfz/24h im BVWP 2003 auf nun 10000/Kfz/24 Stunden erscheine willkürlich und wirke nicht vertrauenserweckend. Sie lasse vielmehr den Verdacht zu, es sei eine rein taktische Maßnahme zur Durchsetzung des angestrebten Ziels einer Autobahn oder autobahnähnlichen Straße als Westumgehung von Würzburg.

"Offensichtlich ist dem Abgeordneten Hoffmann nicht bekannt, dass der Landkreis Main-Spessart nicht nur aus dem Werntal besteht", so die überspitze Reaktion des Karlstadter Sprechers der Bürgerinitiative Armin Beck. Er weist darauf hin, dass die Verkehrsentlastung des Werntals durch eine Mehrbelastung der Ortsdurchfahrten in Karlstadt, sowie der Ortsdurchfahren westlich von Karlstadt erkauft werde. Von Karlstadt aus werde zudem der Abkürzungs-, und Transitverkehr zur A 3 und Aschaffenburg durch den Ausbau der B 26n bis Karlstadt/Ost deutlich zunehmen. Die Ortsdurchfahrten beispielsweise von Karlstadt, Mühlbach, Laudenbach, Himmerlstadt, Stadelhofen, Urspringen, Karbach, Billingshausen, Birkenfeld und Rechtenbach würden von dieser Verkehrsbelastung betroffen sein. "Die B 26n in der geplanten Form verlagert nur die Verkehrsprobleme, Karlstadt wird das neue Arnstein und die weiteren betroffenen Orte können sich schon einmal im Werntal ansehen, was auf Sie zukommt." so Beck.

Günter Krönert befürchtet, dass erst der gesamte Verkehr für Jahre auf Karlstadt und die umliegenden Gemeinden ergießt, um dann irgendwann nach 2030 mit der Mainbrücke im zweiten Bauabschnitt weitere Kommunen, mit derzeit nicht vorhandenem Verkehr, zu belasten. Krönert: „Ein Konzept, wie man mit diesen Belastungen auf den nachgeordneten Straßennetz umzugehen gedenkt, bleiben die Fachbehörden nach wie vor schuldig.“

Die Argumente für den Streichantrag der GRÜNEN seien nicht von der Hand zu weisen. Der Widerstand wird nun erst Recht wieder aufflammen. Sollte die B 26n in den beiden Bauabschnitten mit Zubringer B 276 weiterhin im Bundesverkehrswegeplan enthalten sein, würden alle rechtsstaatlichen Mittel um den Bau zu verhindern ausgeschöpft, kündigte Krönert an.

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