Kundgebung des B26n-Widerstandes in Würzburg

Kundgebung des B26n-Widerstandes in Würzburg

Kundgebung des B26n-Widerstandes in Würzburg
Der Verein Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg/B 26n e.V. hat am vergangenen Sonntag bei einer Kundgebung mit Prof. Dr. Hubert Weiger, Landesvorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern und Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), erneut seinen Widerstand gegen die B 26n zum Ausdruck gebracht. Unter den über 100 Teilnehmern war auch die grüne Landtagsabgeordnete Kerstin Celina.
Aktueller Sachstand

Kundgebung mit Prof. Dr. Hubert Weiger
Der Vereinsvorsitzende Matthias Zorn berichtete, dass in der vergangenen Woche der Bundestagsverkehrsausschuss den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) intern beraten habe. Dabei hätten die Mitglieder des Ausschusses Gelegenheit gehabt, dem Ministerium Fragen zu bestimmten Projekten zu stellen. Am Dienstagvormittag standen die bayerischen Straßenverkehrsprojekte auf der Tagesordnung. Nächste Woche finden vier öffentliche Anhörungen zum Bundesverkehrswegeplan statt. Ende November wird im Verkehrsausschuss dann über die Änderungsanträge der Fraktionen zu den Ausbaugesetzen beraten. Anfang Dezember 2016 soll der Plan im Bundestag abschließend beraten werden.
Umweltbundesamt will die B 26n gestrichen sehen.
Zorn: „Bemerkenswert ist, dass das Umweltbundesamt, also ein Behörde des Bundes, den Bundesverkehrswegeplan ablehnt und dies auch öffentlich kund tut. Schon im April 2016, kurz nach der Veröffentlichung des Bundesverkehrswegeplans, hat das Umweltbundesamt klar Stellung bezogen.“ Zitat: „Der Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes verfehlt elf der zwölf im eigenen Umweltbericht gesetzten Ziele. Das ist das Ergebnis einer ersten Analyse durch das Umweltbundesamt (UBA): „Der Entwurf zeigt leider, dass Deutschland von einer integrierten, verkehrsmittelübergreifenden Mobilitätsstrategie mit anspruchsvollen Umweltzielen weit entfernt ist. Er muss dringend überarbeitet werden“, sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Sie schlägt vor, mindestens 60 Prozent der Finanzmittel des Bundesverkehrswegeplans in die Schiene zu investieren; bislang sind dafür nur rund 42 Prozent vorgesehen. Der größte Teil geht in den Neu- und Ausbau von Straßen. „Durch den zu starken Fokus auf die Straße zementiert der Entwurf weitgehend die nicht nachhaltige Verkehrspolitik der vergangenen Jahre“, sagte Krautzberger.“
Prof. Dr. Weiger – Salamitaktik soll Widerstand aushebeln

Kundgebung mit Prof. Dr. Hubert Weiger
Prof. Dr. Weiger betonte: „Wichtig ist, dass in einer Streichliste des Umweltbundesamtes zum BVWP, die B 26n namentlich als zu streichendes Straßenprojekt aufgeführt ist, da sie die Anforderungen an die Umweltverträglichkeit nicht erfüllt.“ Das sei ein klares Indiz dafür, dass im engen Schulterschlusss mit der ablehnenden Bevölkerung und den Mitgliedsgemeinden des Vereins gegen die B26n, diese Projekt verhindern müsse. Auf die Einsicht der befassten Bundespolitiker könne man da nicht vertrauen. Mit einer Salamitaktik solle der Leidensdruck der Bevölkerung durch die Aufteilung in zwei Bauabschnitte Schritt für Schritt erhöht werden, damit das Projekt am Ende durchgängig von der A7 zur A3 und vermutlich autobahnähnlich durchgesetzt werden könne. Weiger: „So soll der Widerstand ausgehebelt werden.“
Neueintritte in Würzburg
Der Verein Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg/B 26n e.V. konnte mehrere Hundert Informationsblätter verteilen, viele Passanten über die Planung aufklären und war am Ende über die Resonanz sehr zufrieden. Es gab auch einige Neueintritte.

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