BN Bayern lehnt überholte Planung der B26n ab

Richard Mergner (Vorsitzender BN Bayern) hat auf zwei Veranstaltungen in den Landkreisen Würzburg und Main-Spessart deutlich gemacht, dass die B26n eine überholte Verkehrsplanung darstellt. In Zeiten des Klimawandels und einer notwendigen Eindämmung des Flächenverbrauchs in Bayern (pro Sekunde ca 1,5 m²) ist es nicht mehr zeitgemäß mit Straßenneubau zusätzlichen Verkehr zu generieren und gleichzeitig wertvolle und begrenzt vorhandene Naturräume zu versiegeln. Er forderte anstelle der „Dinosaurierplanung B26n“ eine sinnvolle und übergreifende Verkehrspolitik. Steuerung des Straßenverkehrs, Verlagerung von Gütertransporten auf die Schiene und Ausbau des ÖPNV müssen gemeinsam betrachtet werden und zu einer Reduktion des Kfz-Verkehrs und der damit verbundenen Belastungen durch Lärm und Schadstoffe führen.

Autobahn-Westumfahrung B26n als Ortsumgehungen für das Werntal ungeeignet
Armin Beck (stellv. Vorsitzender B26n-Gegner) stellte auf den gleichen Veranstaltungen fest, dass die B26n die überregionale Bedeutung verloren hat und nur noch mit der Entlastung für das Werntal begründbar ist. Da der Bau der B26n zwischen Arnstein und Karlstadt jedoch nur eine Verschiebung der Problematik aus dem Werntal in den Bereich zwischen Karlstadt und der A3 zur Folge hätte, ist die als Autobahn-Westumgehung für Würzburg geplante B26n als Ortsumgehungen für das Werntal überdimensioniert und ungeeignet. In Summe würden mehr Menschen in den Landkreisen Main-Spessart und Würzburg mit zusätzlichem Straßenverkehr belastet, als entlastet.

Landkreis Würzburg lehnt Bau von Karlstadt zur A3 ab
Auf der Veranstaltung der Gemeinde Waldbrunn wurde der Widerstand der Menschen und Politiker im Landkreis Würzburg deutlich. Dort wird der zweite Abschnitt der B26n zwischen Karlstadt und der A3 weiterhin abgelehnt. Der Widerstand im Landkreis Würzburg macht es wahrscheinlich, dass die B26n nach Bau des Abschnitts zwischen Arnstein und Karlstadt über Jahrzehnte in Karlstadt enden würde. Der Zubringer Lohr wäre davon ebenfalls betroffen. Der zusätzliche überregionale Verkehr (ca 10.000 Kfz, davon ca 1.100 LKWs pro Tag) würde dann über Jahrzehnte quer durch die Ortschaften fahren. Der Schwerlastverkehr überwiegend auf mautfreien Staats- und Kreisstraßen.

Kreisräte Main-Spessart am 18.05. gefordert
Unter diesen Rahmenbedingungen sind die Kreisräte von Main Spessart auf Ihrer Sitzung am 18.05. gefordert. Sie müssen Ihrer Verantwortung gerecht werden und den Bau der B26n zwischen Arnstein und Karlstadt kritisch im Detail hinterfragen. Welche Verkehrszahlen kommen mit den beiden geplanten Bauabschnitten auf die Bevölkerung zu?
Welche Lösungen im nach gelagerten Straßennetz stehen ab wann zur Verfügung?
Neben der inhaltliche Planung und der Zeitplanung sind auch Zusagen für die Finanzierung notwendig. Es würde der Verantwortung nicht gerecht, den Abschnitt Arnstein - Karlstadt zu beginnen, wenn es nur vage Andeutungen oder Versprechen für die betroffenen Ortschaften zwischen Karlstadt und der A3 gibt.
Immer neue Varianten, die durch das staatliche Bauamt ins Spiel gebracht werden, sind weit entfernt von einer soliden Planung und nur „Beruhigungspillen“ für die Anwohner im nachgelagerten Straßennetz, die vom Verkehr überflutet werden, sollte der erste Abschnitt der B26n zwischen Arnstein und Karlstadt gebaut werden.
Wir fordern deshalb alle Kreisräte, insbesondere die Befürworter der B26n auf, für eine sinnvolle Gesamtplanung vor einem möglichen Baubeginn Arnstein-Karlstadt zu sorgen. Ansonsten tragen sie die Verantwortung wenn der zusätzliche überregionale Verkehr ab 2030 den Bereich zwischen Karlstadt und A3 überflutet.

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