B 26n: Nichts, außer zusätzlicher Transitverkehr für die Region

Nichts, außer zusätzlicher Transitverkehr durch die B26n in der Region

Gerne angenommen hatte der Stellvertretende Vorsitzende der Bürgerinitiative gegen die B26n Armin Beck die Einladung der „Allianz Waldsassengau im Würzburger Westen e.V.“.

Auf der Lenkungsgruppensitzung am 13.09.2018 bekam er die Gelegenheiten den anwesenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern den aktuellen Planungsstand der B26n und die Position der Bürgerinitiative vorzustellen.
Beck erklärte anhand der Projektunterlagen des Bundesverkehrswegplans den Verlauf des Gesamtprojekts B 26n, die jetzt als 2- bis 3-spurige Straße geplant wird, aber weiterhin die Autobahn A7 vom Autobahnkreuz Werneck mit der A3 nahe Helmstadt verbinden soll. Er wies auf die Aufteilung in die verschiedenen Bauabschnitte hin und zeigte anhand der Projektunterlagen, dass im Baufall trotz der geplanten Bündelung des Verkehrs auf der B26n, die Verkehrszahlen auf einigen Straßen im Bereich der Allianz-Gemeinden zunehmen.

Weiterhin berichtete Beck vom Planungsfortschritt des Staatlichen Bauamts Würzburg, wo man noch eigenen Angaben „mit Hochdruck“ am 1. Teilabschnitt des 1. Bauabschnittes, einer Umfahrung der Stadt Arnstein plant. Dort wird ein Baubeginn für 2020 in Aussicht gestellt.
Er legte Planausschnitten des Bauamtes vor, aus denen ersichtlich wurde, dass bereits dieser erste Bauabschnitt die Verkehrszahlen in der Region erhöhen würde. Der 2. Bauabschnitt, der bis Karlstadt führen würde, und die im Juni vorgestellte Umfahrung von Lohr würde die Verkehrsbelastung so steigern, dass ein Weiterbau Richtung Würzburg zwangsläufig würde. Mit einem Lageplan der B26n bei Karlstadt, aus dem bereits die weiterführenden Planungen Richtung Würzburg zu ersehen ist, unterstrich Beck seine Aussage. Er betonte: „ Schon der 1. Bauabschnitt bedroht den westliche Landkreis Würzburg. Die Planungen sind zwingend auf den Weiterbau Richtung A3 ausgelegt. Selbst ich als Projektgegner müsste dann, in meiner Funktion als Karlstadter Stadtrat, fordern, dass die Straße Richtung Würzburg weitergebaut wird, um damit das Nadelöhr Karlstadt zu entlasten.“
Beck bat die Allianz-Gemeinden, von denen einige bereits Mitglieder der Bürgerinitiative sind, die Bürgerinitiative im Widerstand gegen die B26n zu unterstützen, dies auch unter der Prämisse, dass ein Straßenneubau im dicht besiedelten und gut erschlossenen Würzburger-Land durch bisher unversiegelte Natur- und Kulturlandschaft im Widerspruch der Allianz-Ziele „Entwicklung zur Freizeitregion“ und „Ökomodell-Region“ stehen.

Bei der anschließenden kurzen Aussprache fragten die Bürgermeister interessiert nach. Der Allianz-Vorsitzende Hans Fiederling brachte es abschließend auf den Punkt: „Wir haben von der B26n nichts,- außer mehr Verkehr“. Und wir sind zwischendrin, wenn es mit dem Bau bis Karlstadt losgeht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Planungen zur A3 weitergehen.“

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