Blog zu Themen rund um die B26n

MdB Alexander Hoffmann, wofür stehen Sie?

von Reinhard Rauch

MdB Herr Alexander Hoffmann (CSU) kritisiert in seiner Pressemitteilung (PM) vom 10.11.2018 die Vereinsführung der BI scharf. Sachargumente finde ich in seiner Pressemitteilung allerdings nur ganz wenige. Auch kann ich nicht erkennen, wofür er in Bezug zur B26n steht.

Einige Beispiele für fehlende Sachargumente seitens MdB Hoffmann:
1. Staatssekretär Bilger sieht beim abschnittsweisen Bau der B26n von der A7 bis Karlstadt Probleme im nachgeordneten Straßennetz dadurch vermieden, dass die B26n 2-/3-streifig von Arnstein bis Karlstadt gebaut werden soll. Lesen Sie hier die Ausführungen von Herrn Bilger. Die BI kritisiert, es interessiere im BMVI wohl niemanden, wie die Region mit den trotzdem entstehenden Problemen zu Recht kommt.
Herr Hoffmann erwidert auf die Kritik der BI, dass der Bund nicht die Verantwortung für den Ausbau der nachgelagerten Staats- und Kreisstraßen hat und wirft der BI Unwissenheit oder Unredlichkeit vor. Auf die von der BI am 02.11.2018 genannten, ungelösten Probleme in Karlstadt, in der Arnsteiner Straße (B26), in Lohr (B26 und B276) und in Rechtenbach (B26), deren Lösung allesamt in die Verantwortung des Bundes fallen, geht MdB Hoffmann in seiner PM vom 10.11.2018 mit keinem Wort ein.

2. Herr Hoffmann wirft der BI Verweigerungshaltung vor und einfach nur ständig dagegen zu sein.
Die BI setzt sich für die sofortige Entlastung im Werntal durch einige LKW-Durchfahrverbote ein. Eine Petition dazu wurde beim MSP-Landrat vor Monaten eingereicht (siehe hier). Darüber hinaus setzt sich die BI seit Jahren für den vorrangigen sechsspurigen Ausbau der A7 ein, weil der A7-Ausbau das Werntal entlastet und ein dabei möglicher, verbesserter Lärmschutz auch den Anwohnern der A7 hilft. Dazu eine Stärkung des ÖPNV in der Region. Unsere Lösungen liegen auf dem Tisch. Sie entlasten alle, ohne an anderen Stellen zu belasten.
Die BI verweigert sicher keine Mitarbeit an einem offenen, transparenten Verfahren, in dem wirklich die Entlastung der Bürger im Vordergrund steht. Einem konzeptlosen Straßenneubau zuzustimmen und sich in keinster Weise um ungelöste Probleme zu kümmern kann doch nicht wirklich die Forderung von MdB Hoffmann sein.

3. MdB Hoffmann führt in seiner PM aus, es sei unseriös von der BI den Eindruck zu erwecken, dass es keine Überlegungen gebe, das nachgeordnete Straßennetz zu ertüchtigen und verweist auf unsere Termine beim staatlichen Bauamt in 2018.
Bei beiden Terminen im staatl. Bauamt und auch bei der öffentl. Stadtratssitzung in Karlstadt und bei der Bürgerversammlung in Lohr konnten wir uns von den "Überlegungen" überzeugen. Mehr ist es einfach nicht - weit weg von einem soliden Gesamt-Verkehrskonzept für die Region.
Ein solides Gesamt-Verkehrskonzept vor Baubeginn einer B26n zu haben, die unstrittig massiv Transitverkehr in die Region ziehen würde, ist aber zwingend notwendig, um sicher zu sein, dass der zusätzliche Verkehr ohne Belastungen für andere abfließt. Im Gesamt-Verkehrskonzept müssen auch die Zeiten, wann die Lösungen fertig sind und die Zusagen der Geldgeber enthalten sein.
Ich möchte nicht die Katze im Sack (=B26n) kaufen. Die B26n bis Karlstadt zu bauen und zwischen Karlstadt und A3 lediglich "Überlegungen" zu haben reicht mir nicht aus.

Nach dem Gespräch mit Herrn Hoffmann am 21.09.2018 und seinen Pressemitteilungen, kann ich bei ihm keine Position erkennen.
Ich möchte ihm deshalb die folgenden Fragen stellen:
Wie sieht ihr Gesamtkonzept für die Region mit B26n aus, Herr Hoffmann?
- Bau der B26n zwischen A7 und Karlstadt oder B26n durchgängig bis zur A3?

- Welche Lösungen streben Sie für das Stadtgebiet von Karlstadt, für Steinfeld oder auch für Billingshausen, Rechtenbach, Partenstein und Frammersbach an?
- Welche Lösung um Lohr?

Wann stehen diese Lösungen zur Verfügung? Von wem und wie werden Sie finanziert?
Wie und wo setzen Sie sich für Ihre Lösungen ein?

Warum sind Sie nicht bereit, die auf dem Tisch liegenden Alternativen der BI ernsthaft prüfen zu lassen? Haben Sie Angst vor einer möglichen, sofortigen Entlastung des Werntals ohne B26n?

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Zur Pressemitteilung von MdB Alexander Hoffmann in der Main-Post vom 10.11.2018:
Überschrift "Hoffmann wirft BI Verweigerungshaltung vor"
Untertitel: Geharnischte Stellungnahme des CSU-Abgeordneten.

Meine persönliche Meinung zur Pressemitteilung vom 10.11.2018 lautet: Wofür stehen Sie Herr Hoffmann? Wo sind ihre Sachargumente?

Einstimmig hat der Karlstadter Stadtrat Forderungen zur B 26n beschlossen. Er wendet sich gegen die geplante Salamitaktik der abschnittsweisen Planfeststellung

Link zum  Artikel in der Main-Post oder unter

https://www.mainpost.de/regional/main-spessart/Resolution-zur-B-26n;art772,10070436

Straßenbauamt stellte am 28.06.2018 drei Varianten einer Umfahrung von Steinbach vor.

Postkartenaktion abgeschlossen - Postkarten wurden dem Karlstadter Bürgermeister Dr. Paul Kruck mit einigen Forderungen übergeben. Hier geht's zum Bericht.